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Savoir vivre in der Provence

Mohnblumen

Ja genau – in Frankreich versteht man es zu leben. Woher ich das so genau weiß? Ich bin zurück aus meinem wunderbaren, entspannenden und einfach nur tollen Urlaub.

Ich habe oft den Eindruck, dass die Franzosen das Leben etwas leichter nehmen, den Tag mehr genießen und einem Glas Wein oder einem guten Essen sehr viel Aufmerksamkeit gönnen. Und wenn etwas nicht heute klappt, dann eben morgen.

Für mich – als typisch Deutsche – ist das in den ersten Tagen in Frankreich oft schwer zu ertragen, da geht es mir nicht schnell genug, bis der Kellner aufmerksam wird und uns bedient; wenn ich am Marktstand stehe, muß ich warten, bis die Frau vor mir ihr Schwätzchen beendet hat…….. doch so nach einigen Tagen fange ich an, diese Entschleunigung auch zu genießen und freu mich zum Beispiel, dass ich an der Supermarktkasse ausreichend Zeit habe, meine Sachen in Ruhe einzupacken, bevor der nächste Kunde dran kommt.

Der Mai in der Provence ist wunderschön – alles grünt und blüht. Besonders die riesigen Mohnfelder fallen auf und lassen einen immer wieder innehalten vor Begeisterung. Ich glaub ich hab zig Fotos gemacht – immer wieder haben wir angehalten, sind ausgestiegen und haben den Anblick genossen. Bald ist auch schon der Lavendel so weit, die eine oder andere Pflanze hat schon leicht lila Spitzen.

Blumen, Blumen, Blumen – auch auf den Märkten gab es in den letzten Wochen ein wahres Blumenmeer. Jeder zweite Franzose hat mit vollen Armen voll Blumen- und Gemüsepflanzen zum Auto getragen.

Ich liebe die französischen Märkte. Dieses Gewimmel schon am frühen Morgen. Es gibt nicht nur Gemüse und Obst, sondern noch viele andere Dinge, die man im Leben braucht (oder auch nicht). Für uns ist es bereits ein Ritual Mittwoch und Samstag auf den Markt zu fahren und dort einzukaufen, was wir so brauchen. Dafür stehen wir – obwohl Urlaub ist – zeitig auf, so dass wir gegen 8 Uhr bereits auf dem Markt sind. Der erste Weg führt uns zum Zeitungsladen (Bildzeitung muß sein), der zweite zum Bäcker frische Croissants und Baguette kaufen. Danach setzen wir uns in ein Straßencafé, genießen einen Café Crème und unsere noch warmen Croissants und schauen den Marktleuten beim aufbauen zu. Nachdem auch die Bildzeitung ausgiebig gelesen wurde schlendern wir entspannt über den Markt. Ich mag die frisch zubereitete Tapenade, die riesige Auswahl an Oliven, eingelegte getrocknete Tomaten, frischen Ziegenkäse…….. schon beim einkaufen sehe ich uns in der Sonne sitzend und das alles bei einem Glas Rosé genießen.

Leider kann ich euch nur davon berichten – probieren müßt ihr das Savoir Vivre schon selbst…

 

 

 

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