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Mein Koi Pond ist fertig

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Ich hatte euch HIER ja schon darauf vorbereitet – um es vorweg zu sagen: Mein Strickmojo ist wieder da.

Eigentlich ist das Tuch ja schon länger fertig – aber er mußte natürlich erstmal gebadet und gestreckt werden, bevor ich ihn vorführen konnte.

Aber nun ist es endlich soweit und konnte auch schon ausgeführt werden. Seinen ersten Tag hatte er gemeinsam mit mir im Büro.

Hier die Facts dazu:

Allgemein/Tragekomfort
Für meine Begriffe etwas zu schmal – ich hätte ihn gerne etwas breiter gehabt. Bei einem V-Ausschnitt muß man schon recht zuppeln, bis er richtig sitzt. Im Patternbild der Anleitung sieht er wesentlich breiter aus.

Originalbild von Casapinka/Tuch: KoiPond
Originalbild von Casapinka/Tuch: KoiPond

 

 

 

 

 

 

 

 

Wolle
Vom Griff her ein Träumchen. Würde ich jederzeit wieder bestellen – war schon beim Stricken ein wahres Vergüngen. Bis ich dieses Kit bestellt hatte, kannte ich Quaere überhaupt nicht – aber eine ausgezeichnete Qualität mit schönen Farben.

Einziger Wermutstropfen: die Farbabstufungen der Blau-/Türkistöne lagen sehr eng beieinander – und trennen sich kaum – das sieht bei den Streifen in diesem Pattern leider nicht so toll ais.
Das war im Original nicht so – da waren die Kontraste stärker. Normalerweise hätte ich reklamiert, aber da das Garn aus den USA kam, hab ich es dann einfach so verstrickt.

Anleitung 
Sehr gut geschrieben, leicht nachzuvollziehen. Man muß jedoch sehr gerne vernähen, da durch die vielen Streifenwechsel natürlich oft angesetzt wird.

Links:
Wolle von Quaere
Anleitung Koi Pond

Und beim RUMS-Tag mach ich auch wieder mit – wer neugierig ist…..einfach auf den Link klicken, da gibt es noch viel mehr tolle DIY Projekte zu sehen.

Herzensache – Adventskalender mit Geschichten

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Dieses Jahr wollte ich die Vorweihnachtszeit so richtig genießen. Daheim alles schön schmücken, ruhige Abende bei Kerzenschein und vor dem Kamin verbringen, viel Ideen umsetzen, handarbeiten und lesen……

Nun ja – Fakt ist: ich hab es gerade mal geschafft zum 1. Advent vier Kerzen aufzustellen und den Türkranz an die Haustür zu hängen. Auf der Treppe stehen große Tannenzweige in der Bodenvase – aber zum Schmücken hat es noch nicht gereicht.

Mir läuft gerade die Zeit davon und sehne mich jeden Tag, nach einer Pause, nach einem Moment inne halten…….nach einer kleinen Auszeit.

Da bin ich auf den Adventskalender von Alexandra gestoßen – perfekt, wie für mich gemacht.

Ich möchte euch diesen unbedingt zeigen – und wer sich selbst und nebenbei anderen etwas Gutes tun möchte ist damit goldrichtig.

Aber erstmal vorneweg: WER ist Alexandra?

Alexandra schreibt seit 2012 einen genialen Blog http://runcouchpotatoesrun.com/
Ich verfolge ihn regelmäßig und finde mich in sehr vielen Beiträgen wieder. Es geht letztendlich um den täglichen Kampf mit unserem Schweinehund, der sich viel lieber mit uns auf dem Sofa vergnügen würde, als raus zum Laufen zu gehen. Aber Alexandra kämpft sich durch und motiviert mich immer wieder auch dabei zu bleiben.

Wißt ihr, Blogs mit tollen Läufern und begeisterten Sportlern findet man wie Sand am Meer. Der „Wald-und-Wiesen-Hab-heute-keine-Lust-sportler“ sucht nach Vorbildern meist vergeblich. Vor allem haben scheinbar alle anderen immer Lust auf Sport……..äh ja. Nun – ich hab mein Vorbild gefunden. Dran bleiben ist die Devise. Lest euch mal ein – ich kann euch den Blog nur ans Herz legen.

Alexandra bloggt jedoch nicht nur, sondern ist Texterin in einer Agentur und schreibt für eine Zeitung. Was liegt näher als mit diesem Talent für’s Schreiben eine Geschichte zu machen.

Sie bietet in diesem Jahr einen ganz besonderen Adventskalender. Es gibt eine Geschichte, die man in 24 Teilen bekommt (oder wenn man möchte auch komplett an Weihnachten). Dieser Adventskalender ist einer ganz wunderbaren Sache gewidmet. 5 € pro Geschichte gehen an die Stiftung Herzensbilder.

Das ist ein Schweizer Verein, welcher Familien mit schwerkranken, behinderten oder viel zu früh geborenen Kindern ein kostenloses Foto-Shooting mit einem Profi-Fotografen ermöglicht. So erhalten diese Familien in herausfordernden und stürmischen Lebensphasen eine ganz kleine Auszeit und wunderschöne Erinnerungen fürs Leben. Ich finde diese Organisation ganz wunderbar, weil man spürt, wie viel Herz und Engagement dahinter steckt. Weitere Informationen findet ihr unter www.herzensbilder.ch

Ich hab mir die Seite angesehen und war sehr berührt – für mich ist das eine Initiative die ich gerne unterstützen möchte. Vielleicht möchtet auch Ihr Euch und auch anderen was Gutes tun – dann seid ihr herzlich eingeladen, euch HIER den Adventskalender zu bestellen.

Ich freu mich auf meine tägliche Auszeit!

Hörbuchtipp „Die Kommissar Eberhofer-Reihe“

Gelesen hab ich schon immer gerne. Doch mittlerweile fehlt mir im Alltag oft die Zeit dafür – es gibt viel zu viel zu erledigen – und leider bleibt gerade das Lesen dann oft auf der Strecke (auch wenn ein großer Berg ungelesener Bücher auf mich wartet).

Ich nehme mir dann immer vor, abends im Bett noch etwas zu lesen – doch wie oft ertappe ich mich dabei, dass ich die eine Seite immer und immer wieder lese und merke, dass mir die Augen zufallen. Wirklich vorwärts komme ich damit auch nicht – und der Spaßfaktor ist auch nicht so groß.

Gott sei Dank kam irgendwann jemand auf die Idee, dass man Bücher ja auch vorlesen könnte. Das Hörbuch war geboren. Ich hab bereits seit etlichen Jahren ein Abo bei Audible und versorge mich so mit gesprochenen Büchern. Handy hab ich eh immer dabei – kombiniert mit tollen Büchern eine super Sache.

Ich höre gerne im Auto – ob auf dem Weg zur Arbeit oder bei längeren Autofahrten. Oder auch bei ganz normalen Aufgaben, die sich leider nicht alleine erledigen – wie Spülmaschine ausräumen, Wäsche aufhängen, Putzen……

Aber auch beim Stricken – genial. Ein Buch vorlesen lassen und dabei entspannt vor sich hin stricken.

Heute möchte ich euch gerne eine Hörbuchreihe empfehlen, die besonders Liebhabern von etwas skurrilem Humor und der bayerischen Sprache gefallen wird.

Ehrlich gesagt fand ich die Bücher (also die gedruckten) nicht so spektakulär – aber die Hörbücher sind einfach nur GENIAL – schon allein durch den Sprecher Christian Tramitz. Wer die Vorabendserie Hubert & Staller kennt, kann sich Christian Tramitz als Polizisten perfekt vorstellen.

Er spricht die unterschiedlichen Personen in diesem Hörbuch wirklich klasse – man weiß genau, wer gerade spricht, ob die schwerhörige Oma, der Flower-Power-Papa der gerne mal ein bißchen Hasch raucht oder der  Bruder die „Schleimsau“ Leopold mit seiner bezaubernden kleinen Tochter der Sushi (eigentlich Uschi – aber ob ihrer asiatischen Wurzeln in Kombination mit ihren ersten Worten ist daraus eben die Sushi geworden).

Mittlerweile gibt es ingesamt 8 Hörbücher aus dieser Serie. Jedes Hörbuch an sich behandelt seinen eigenen Kriminalfall – wobei es schon Sinn macht, die Serie von Anfang an zu hören, da die Grundhandlung aufeinander aufbaut.

Mir gefällt besonders, dass in diesen Büchern die unterschiedlichsten Charaktere, eingebaut werden – Landleben eben.

Zum Beispiel der Installateur Flötziger, der hinter jedem Weiberrock her ist und sich für unwiderstehlich hält, die Metzgerei Simmerl die den Kommissar Eberhofer mit Leberkässemmeln versorgt, die Dorfkneipe die vom Wolfi betrieben wird (dem Umschlagplatz für Klatsch und Tratsch) und und und.

Einfach herrlich – und von mir ein 100% empfehlenswert. Eher leichte Unterhaltung – aber auch das braucht man hin und wieder.

Also – viel Spaß damit! Hört mal rein.

Hier der Link zum ersten Buch Winterkartoffelknödel

Ein besonderes Schnäppchen ist die Box mit den ersten 3 Büchern – allerdings dann auf CD – wenn ihr mehr wissen wollt, dann klickt einfach auf’s Bild:

 

 

 

Bon Appétit: Tartiflette

tartiflette

Oh ja – wir werden heute französisch.

Wer schon mal in französischen Alpen zum Ski fahren war, wird mit Sicherheit schon mal Tartiflette probiert haben. Das ist ein obersuperleckeres Gericht, dass es dort vorwiegend in der kalten Jahreszeit gibt.

Und ich sag euch – es gibt nichts Schöneres, wenn es draußen kalt wird etwas deftiges wie Tartiflette zu essen und ein gutes Glas Wein dazu zu genießen.

Und das Beste daran – das Rezept ist einfach nach zu machen. Probiert es einfach aus:

Zutaten:
6 Kartoffeln
1 Zwiebel, fein gehackt
150 g Schinkenwürfel
125 ml Weißwein
100 ml Sahne
250 g Reblochon

Kartoffeln in Scheiben schneiden und leicht ankochen (z.B. Mikrowelle 600 Watt – 5 Minuten).

Zwiebeln und Schinkenwürfel in einer Pfanne mit etwas Olivenöl bei kleiner Hitze andünsten (ca. 8 Minuten) bis die Zwiebel weich ist. Mit 125 ml Weißwein ablöschen und den Wein einkochen lassen.

Dann die Kartoffeln dazu geben und nochmal ca. 10 min in der Pfanne dünsten – dabei immer mal durchrühren. Sahne darüber geben, leicht vermengen und nochmal 1 Minute braten lassen.

Die Hälfte der Masse in eine Auflaufform einfüllen und mit der Hälfte des Reblochon bedecken. Dann den Rest der Kartoffeln darüber geben und abschließend mit dem restlichen Käse belegen.

Im Backofen ca. 40 min backen. Wer es gerne heller mag, kann die Tartiflette auch schon etwas früher raus nehmen – wir mögen es gerne braun und mit knuspriger Käsedecke.

Dazu gibt es Baguette und Blattsalat – und natürlich ein gutes Fläschchen Wein.

Bin sehr gespannt, wie es euch schmeckt!

Gestatten: Rosalie – das Reitpferdchen

Rosalie - das Reitpferdchen

Endlich darf ich Euch Rosalie vorstellen. Denn bis jetzt war sie ein gut gehütetes Geheimnis. Rosalie ist das Taufgeschenk für die kleine Mia – die Tochter meines Patenkindes Marina.

Ich hab mich riesig gefreut, als wir die Einladung erhalten haben und hab natürlich sofort überlegt, was wir zur Taufe schenken könnten. In Ermangelung eigener Kinder, bin ich auch nicht so auf dem Laufenden, was man denn so braucht.

Also – was tut Frau in so einem Fall? Richtig: googeln. So bin ich auf den Schnitt für dieses hübsche Reitpferd gestoßen. Ich war sofort Feuer und Flamme. Hm – aber ob das auch bei den Kindern so ist? Ergo hab ich eine kleine repräsentative Umfrage unter Müttern in meinem Umfeld gemacht und siehe da: alle waren begeistert.

Die letzte „Hürde“ war Oma Sabine. Erst hab ich ihr ein Geheimhaltungsversprechen abgenommen – und sie dann eingeweiht. Sie war sofort hin und weg und meinte, das wäre genau das Richtige.

Ha! Endlich konnte ich mal was zum Spielen nähen. Ich hab mich sofort an die Arbeit gemacht. Nur – den richtigen Stoff finden….. In meinem Kopf hatte ich eine genaue Vorstellung der Farbe und auch der Motive für den Sattel. Ich hab gegoogelt, bin in verschiedenen Stoffgeschäften gewesen – irgendwas war immer nicht richtig. Aber letztendlich wurde ich im dritten Laden fündig. Ich hab regelrecht gejubelt, als ich den Prinzessinnenstoff für den Sattel entdeckt habe.

Ich konnte also endlich zur Tat schreiten. Zugeschnitten hab ich im Nähkurs, da ich dort schön Platz habe, mich auf den Zuschneidetischen auszubreiten. Alle Mitnäherinnen haben regen Anteil genommen und waren einstimmig der Meinung, dass ein Stofftier, das man verschenkt, auch einen Namen braucht. Somit hat uns an diesem Abend neben dem Nähen noch die Namensfindung für „das Pferdchen“ begleitet. Eine sehr amüsanter Zeitvertrieb – wir waren durchaus kreativ. Aber wir wissen auch, dass ich etwas ….nun sagen wir anspruchsvoll bin ……  (schwierig ist kein schönes Wort). Einer der letzten Vorschläge war Rosa-  woraus spontan Rosalie wurde.

Meine Schwester meinte zwar, dass Rosalie die Eule in „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ wäre und das Pferd Nikolaus heißt – aber ich lies mich davon nicht beirren: Mia’s Pferdchen heißt Rosalie.

Wenn ihr es nachnähen wollt kann ich euch den Schnitt nur empfehlen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, es ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dabei, die einen super durch die verschiedenen Arbeitsschritte führt. Einziges Manko meiner Meinung nach ist, dass für die Fotos ein schwarzer Stoff verwendet wurde, der es oftmals schwierig macht, alles genau zu erkennen. Ein heller wäre besser gewesen.

Der Sattel ist abnehmbar und mit einem Gummizug unten am Bauch versehen, so dass man ihn leicht abnehmen und waschen kann. Sehr durchdacht!

Da es ja ein Kinderspielzeug ist, war es mir wichtig ordentliches Füllmaterial zu verwenden. Ich habe deshalb Faserbällchen bestellt, die ökologisch unbedenklich und nicht allergen sind. Preislich sind sie in etwa gleich mit den Ikea Kissen, die ich bisher ausgeschlachtet habe.

Wenn ihr das Pferdchen nähen wollt – hier ein paar Infos:

Zutaten/Kosten – ca. 50,00 €
Stoff für den Körper 110 cm; Sattel/Trense: 40 cm (2 Farben – da 2-lagig); Filzreste für die Augen; Stoffreste für die Nüstern; Stoffrest rosa/Volumenvliesrest für die Ohren innen
Kosten ca. 20,00 € (je nach Preis des Stoffes – gerade die schönen Motivstoffe sind oft etwas hochpreisiger);
1 Kone Textilgarn 4,00 €
Schnitt 6,00 €
Füllmaterial ca. 2,5 kg ca. 20,00 €

Arbeitszeit – ca. 14 Stunden
Manchmal hab ich ein bißchen gebraucht, bis ich wußte, wie ich was am besten mache. Am meisten Zeit haben mich die Nüstern gekostet. Man mag es kaum glauben. Aber ich hab das erste Mal appliziert – und es war einfach nicht so, wie ich mir das vorstellte. Insgesamt hab ich 8 Nüstern genäht :-) bis ich zufrieden war. Jemand mit mehr Näherfahrung wird hier sicher schneller sein.

Übrigens: Rosalie kam sehr gut an. Da Mia erst wenige Monate alt ist, konnte sie es natürlich noch nicht ausprobieren – aber ihre Cousine Nele hat den Härtetest durchgeführt und war total begeistert :-)

Hach – ich bin so furchtbar stolz drauf!

Hier die Bezugsquellen:
Stoffe: Hilco
Mähne/Schweif: Textilgarn von T€di (1 Kone reicht)
Schnitt: Reittier Pferd Frau Scheiner
Füllmaterial: Faserbällchen

Das Grauen hat einen Namen: Motten !!!

Ja – Motten! Ein Grauen für jede Strickerin und Wollliebhaberin. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was in mir vorgegangen ist, als ich mich der grauenvollen Realität stellen mußte: ich hab Motten im Ankleidezimmer!

Nein – nicht, dass ihr jetzt denkt, ich hätte die da rumflattern sehen. Ja woher. Ich bin auf ein Loch in meiner Strickjacke gestoßen – dachte mir noch: Oh mein Gott, du bist wo hängen geblieben – soll ja vorkommen, wenn man es oft eilig hat und immer schnell huschhusch irgendwo hin oder rum will.

Dann – eines Morgens – ich steh im Aufzug zum Büro und checke nochmal mein Spiegelbild…..doch was ist das? Ein Loch in meiner Sleeping Beauty – meinem schönen Laceschal?

Sleeping Beauty's Awakening
Sleeping Beauty’s Awakening

Und da war er – dieser Gedanke: M O T T E N. Mir war ganz schlecht. Dabei hatte ich mich sicher gefühlt – schließlich habe ich überall Lavendelsäckchen verteilt.

Gleich nachdem ich abends zu Hause war, hab ich meine Stricksachen gecheckt und siehe da. Diese Monster waren schon an mehreren Teilen zugange gewesen. Ich hätte heulen können. Und komischerweise hab ich wirklich nichts fliegen sehen. Also hab ich eine Mottenfalle aufgestellt – na ja, da hat sich dann der Befall nach 2 Tagen schon gezeigt.

Gott sei Dank war die Mottenfalle im Wollzimmer ohne Befall (zwei Etagen tiefer – weeeeit genug entfernt *aufholzklopf*) – ich glaub, dann hätte ich mich direkt aus dem Fenster gestürzt (natürlich nur im Erdgeschoss :-) – aber ich muß ja irgendwie die Dramatik verdeutlichen!)

Ich hab mich vollkommen hilflos gefühlt.

Was tut die Frau von heute? Na klar – googeln! Ich wollte die Wunderwaffe schlechthin – ich war zu allem bereit – Hauptsache dieser Fein No.1 wird eleminiert. Ich hoffe, ich hab sie – die Anti-Motten-Waffe – gefunden. Nur Positives hab ich nämlich über Schlupfwespen gelesen. Eine Strickfreundin hat mir dann bestätigt, dass ihr diese Tierchen wohl schon bei Lebensmittelmotten hilfreich zur Seite gestanden haben.

Also hab ich gleich so ein Abo bestellt. Wer sich darüber mal näher informieren will – hier der passende Link Info über Schlupfwespen Ach ja – falls jemand vor dem Ausdruck „Wespe“ zurückschreckt – die Dinger sind so winzig. Schauen aus wie kleine Dreckpünktchen :-) Geliefert werden kleine weiße Kärtchen, die man dann zwischen die befallenen Wollsachen legt.

Ach ja – was wollte ich euch eigentlich erzählen – also, das hübsche Lacetuch – eine Sleeping Beauty. Das war mal ein Unglücksrabe (aus dem Sale 2011) aus dem Hause Wollmeise – eine wunderschöne Farbe. Aber es war nicht mehr zu retten. Das war so ein kompliziertes Muster, die Löcher waren nicht zu stopfen.

Also hab ich das „befallene Tuch“ weg geworfen – bis mir auf dem Weg ins Büro der Gedanke kam (30 min Arbeitsweg sind gut zum Nachdenken), ich könnte das Garn ja eigentlich noch verwenden – müßte allerdings sicher sein, dass die Motteneier weg sind.

Ich hatte vor einem Jahr schon mal eine Wollmeise mit kochendem Wasser gefärbt – also dachte ich mir, dass ich doch das Tuch quasi auskochen könnte – denn bei 60° sollte alles absterben,  was noch an Motteneierresten da wäre. Und wenn es nicht klappt und die Wolle kaputt geht – nun, schlechter als jetzt, wäre ich auch nicht dran.

Also Tuch wieder rausgeholt und ab in den Kochtopf. Rein ins kalte Wasser, aufkochen lassen und dann einfach im Wasser auskühlen lassen (also nicht drin rum rühren – denn: Reibung + Hitze = Filz). Hat auch prima geklappt. Ich hab das Tuch trocknen lassen und dann begonnen es aufzuziehen – direkt auf die Haspel.

magnolie_haspel

4 (in Worten: VIER) Stunden lang hab ich aufgezogen, rausgeschnitten und gehaspelt. Also wenn die Farbe nicht so einmalig wäre – sowas würde ich never, never und niemals wieder tun. Das ist echt ein Haufen Arbeit – ich hab nebenbei drei Folgen „Die Schnäppchenhäuser“ angeschaut (das hat gut zu dem Thema Ungeziefer gepaßt *örks*).

Und ich sag euch: es ist unglaublich, wieviele dünne Stellen in diesem Tuch waren (die man erstmal gar nicht gesehen hat), wo die Motten sich bereits zu schaffen gemacht hatten. Ich hab unglaublich viel rausgeschnitten und wieder angesetzt. Vereinzelt hab ich auch immer wieder feine weiße kristallähnliche Krümel gesehen (ich nehme mal an, das waren die gekochten Motteneier). Also zimperlich darf man nicht sein.

magnolie_reste

 

So – und das ist er nun. Gehaspelt, 4 x abgebunden und nun kommt er nochmal in die Waschmaschine, damit auch der letzte Mottenrest ausgewaschen wird.

magnolie_strang

Mal sehen, was ich daraus stricke – denn ich liebe diese Farbe. Ich hab schon das eine oder andere Lacetuch ins Auge gefaßt – oder doch lieber ein schlichtes Kuscheltuch? Na mal sehen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Diverse Links:
Sleeping Beauty’s Awakening – Kaufanleitung zum Download
Wollmeise Onlineshop
Info über Schlupfwespen
Bestellmöglichkeit für Schlupfwespen gegen Textilmotten

 

 

 

Liebe auf den ersten Blick…..ein Stoff…..

Shirt selbst genäht

Jaaaa – das geht tatsächlich. Ich näh ja noch nicht soooo lange – also ist das eine ganz neue Erfahrung für mich :-)

Neulich – als ich im Stoffgeschäft meines Vertrauens nur schnell einen Reißverschluss holen wollte – hat ein Stoff in der Restekiste meinen Blick wie magisch angezogen. Doch es war nur ein Meter….äh ja – ein Meter? Was mach ich mit einem Meter? Ein bauchfreies Top? Hm…..

Aber es gab diesen Stoff nicht mehr – also entweder gar nichts oder den Rest. Also hab ich todesmutig zugegriffen.

Einen Schnitt hatte ich auch gleich gefunden – aber der braucht dennoch etwas mehr Stoff. Aber einen Versuch war es wert.

Mit Hilfe meiner Nählehrerin (Frau Müller ist echt Gold wert) – haben wir den Schnitt so lange hin und her geschoben, bis es paßte. Gut: ich mußte ihr versichern, dass er ruhig etwas körpernah sitzen darf. Dann haben wir zugeschnitten.

Aufgrund der Stoffknappheit gab es keine Belege – aber das ist in diesem Fall auch kein Problem, knappkantig umgesteppt hat das auch prima funktioniert.

Ein toller Schnitt, schnell genäht. Lediglich der …hm….wie sagt man das……“faltige Schulterüberwurf“? ….. mußte etwas angepaßt werden. Ich hab den etwas verbreitert und nicht so eng gekräuselt – sonst hätte man den BH gesehen. Nicht so schön.

Also körpernah sitzt das Shirt jetzt wirklich. Ich muß immer schön aufrecht gehen, damit es gut aussieht – aber ich find den Stoff immer noch toll :-)

Schnitt Shirt: Burda –  Heft 06/2010 oder HIER als Downloadschnitt.
Und beim RUMS-Tag mach ich auch wieder mit – wer neugierig ist…..einfach auf den Link klicken, da gibt es noch viel mehr tolle DIY Projekte zu sehen.

Wollfest Hamburg

Ich bin wieder da! Happy, zufrieden und mit lauter tollen Schätzen.

Bereits Anfang des Jahres hab ich meinen Flug nach Hamburg zum Wollfest gebucht. Ich hatte soviel positives über das Wollfest gehört, dass ich das gerne mal live erleben wollte – zumal Hamburg so oder so eine Reise wert ist.

Also – Samstag morgen zu nachtschlafender Zeit auf zum Flughafen. Michael hat mich Gott sei Dank gefahren, so dass ich nicht noch früher los mußte, um die S-Bahn zu nehmen. Witzig: als ich am Gate ankam, saßen da zwei Frauen und haben gestrickt. Gleich mal nachgefragt – und tatsächlich: Alexandra und Helga waren auch auf dem Weg zum Wollfest. Somit war die Grüppchenbildung in Stuttgart schon mal erfolgt.

Häkelfahrrad

Das Wollfest (www.wollfest-hamburg.de) fand Nähe der Alster in einer Musikschule statt. Mit nur einer Stunde Flug, der sehr guten Verbindung vom Flughafen  nur einmal um-steigen und dann noch 10 min zu Fuß – keine große Anreise. Gut beschildert war – wie man an dem Fahrradschild sieht – außerdem….

 

Schon beim Ankommen hab ich Katharina aus Bremen getroffen – sie hab ich letztes Jahr beim Strickfestival auf Fanö kennengelernt. Da sieht man mal wie klein die Welt ist.

 

 

 

Nachdem ich mein Einlaßband abgeholt habe (sehr nett: es gab zur Erinnerung für jeden Besucher, der im Vorverkauf gebucht hatte, eine Stofftasche mit Wollfest HH Aufdruck – darin noch zwei Rebecca-Strickzeitschriften als zusätzliches Goodie) – hab ich mich pünktlich um 10 Uhr in die Wollberge gestürzt…..

WollfestTaschen

….na ja – ich hab es versucht. Hammer – da war sooooo viel los. Schon verrückt, wieviele Wollbegeisterten sich da getroffen haben.

Aber: ich war gut vorbereitet! Diesmal wollte ich nicht kaufen, was mich so anspringt, sondern bin gezielt auf die Suche gegangen (natürlich hab ich auch diesmal das eine oder andere gefunden, von dem ich noch gar nicht wußte, dass ich es brauche – typisch Frau eben)

Mein erster Weg führte mich zu Bilum. Sie hat wunderschöne Wolle mit ganz langen Farbverläufen. Staunend stand ich vor dem Stand und den unterschiedlichsten Qualitäten – und konnte mich ewig nicht entscheiden. Ich wollte doch mal eine andere Farbe als sonst :-) Mutig wollte ich sein. Ja genau. Nach 20 Minuten unentschlossenem hin und her – bin ich erstmal einen Kaffee trinken gegangen und dann nochmal zurück……und schwupps….da war er. Der perfekte Strang. Da es ein Tuch mit Hebemaschen – der Hexed – werden soll, brauchte ich noch ein passendes unifarbenes Pendant. Und erstmal die Qualität – 50% Yak, 50% Seide. Das fühlt sich so toll an – da möchte man am liebesten immer wieder drüber streicheln. Ich finde die perfekte Kombi – was sagt ihr?

Gott was war ich froh – der erste Einkauf war getätigt. Zsofi – die Frau hinter Bilum – ist übrigens sehr nett. By the way – wenn jemand eine größere Menge eines Verlaufs benötigt, als auf den Standardsträngen, kann man das auch bei ihr als Sonderanfertigung bestellen. Finde ich einen grandiosen Service.

Und dann ging es direkt  weiter zu einem riesigen Stand voller Knöpfe direkt gegenüber. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein etwas gespaltenes Verhältnis zu Knöpfen habe (ja – das gibt es). Aber die waren so schön ordentlich aufbereitet, sortenrein in Schächtelchen und so (mich gruselt vor so gemischten Kopfdosen – da kriegen mich keine 10 Pferde dazu rein zu fassen) – perfekt für mich. Ich habe mir dort einen tollen Knopf aus Ziegenhorn gekauft. Keine Ahnung was ich mit dem mache – aber ich fand ihn so schön, der mußte mit. Außerdem gab es auch noch wunderschöne Tuchnadeln.

Und schwupps…..war der Nachmittag da. Um 14 Uhr begann mein Workshop mit dem launigen Titel „Balkonumbbau“. Hier ging es darum, wie man ein Strickstück richtig umarbeitet (ich sag nur Bust Darts etc) um den Vorbau unter zu kriegen. Wer wie ich einen größere Oberweite hat, kennt das Problem.

Nun – ich hab mich schon vorab sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt und das auch schon gemacht, so dass nicht wirklich viel Neues für mich dabei war. Interessant war es trotzdem.

Schade fand ich, dass das Errechnen der verkürzten Reihen quasi zum Schluss daran kam. Nach viel Theorie war die Aufmerksamkeitsquote nach über 2 Stunden leider nicht mehr die Beste. Aber wir haben ein umfangreiches und gut ausgearbeitetes Script mit bekommen, wo man sich auch in Ruhe nochmal einlesen kann. 

Bei Gelegenheit werde ich euch zu dem Thema auch mal einen tollen Craftsy-Kurs vorstellen.

 

DibaDu Doodler

Ich bin dann kurz vor Torschluss nochmal bei Dibadu vorbei und habe mir diverse Kombis für den Doodler von Westknits zusammengestellt. Aber ich mußte da einfach nochmal drüber schlafen. Ich such schon ewig nach der richtigen Kombi. Das ist ja das geniale, wenn man mehrere Tage da ist – das man in Ruhe das eine oder andere nochmal überdenken kann.

By the way: mein erster Gang am Sonntag früh war direkt zu Dibadu um dann die Kombi meiner Wahl nochmal leicht zu verändern und dann letztendlich zu kaufen. Ist sie nicht schön? Ich bin voll verliebt.

 

 

 

 

Kennt ihr eigentlich Verstrickte Kunst?

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Bärbel Salet hatte mit ihrem Label „Verstrickte Kunst“ einen tollen Stand auf dem Wollfest – mit vielen fertigen Fair Isle Modellen und passende Strickpaketen.
Ich hab vor zwei Jahren einen Kurs bei Ihr besucht, in welchem es um Farbzusammenstellungen bei Fair Isle Modellen ging – war sehr interessant. Kann ich nur empfehlen. Wer sich dafür interessiert – einfach mal auf den Link klicken.

Außerdem hab ich da Marion kennen gelernt – die am anderen Ende des Landes wohnt, mit der mich aber seitdem eine enge Strickfreundschaft verbindet. Im letzten Jahr waren wir gemeinsam zum Strickfestival auf Fanö, dieses Jahr haben wir uns beim Wollfest in Hamburg getroffen und nächstes Jahr……. nun wir werden sehen :-) Stricken verbindet!

Aber zurück zu meinen Shoppingerlebnissen. Für eine neue Winterjacke (die ich erst nähen muß, für die ich auch noch keinen Stoff habe…manchmal zäumt man eben das Pferd von hinten auf) hab ich mir ein wunderschönes Kit für einen Cowl Bermuda gegönnt. Grundfarbe ist schwarz, die eingestrickten Dreiecke bunt. Das Pattern wird rundgestrickt – also kein Doubleface – und ist ein echt einfaches Muster. Hier punkten die leuchtenden Farben mit dem schwarzen Hintergrund.

Und zu guter Letzt hab ich mir noch zwei schöne geheatherte Knäul Lace Garn bei Fair Alpaka geholt. Sehr praktisch, dass man auf dem Wollfest die Knäule einzeln kaufen konnte – ich habe diese Qualität bisher noch nicht verstrickt – aber schon viel positives dazu gehört. Außerdem gab es Farbkarten zum mitnehmen – find ich sehr praktisch und vor allem kundenorientiert. So kann man in Ruhe aussuchen und auch nach bestellen.

Ich lasse mich mal überraschen und werde berichten. Was soll daraus werden? Tja – ich hab eine Frau angesprochen, die ein wunderschönes Lacetuch trug. Sie erzählte mir, dass sie das selbst entworfen hat und dass das Pattern demnächst veröffentlicht wird. Schnell geklärt, wieviel Wolle ich brauche und siehe da: Gelegenheit macht Liebe, die Fair Alpaka war perfekt. Bin sehr gespannt auf die Anleitung.

Hier noch einige Impressionen vom Wollfest:

Es gab soooo viele interessante Aussteller und so viel schöne Wolle. Ich könnte noch stundenlang schreiben. Aber ich empfehle euch, einfach mal selbst so eine Veranstaltung zu besuchen – es lohnt sich wirklich. Es ist einfach klasse, mal aus dem Vollen schöpfen zu können, neue Qualitäten kennen zu lernen, Wolle anzufassen und zu bekuscheln und in aller Ruhe Kombinationen auszuprobieren.

Alles in allem ein tolles Wochenende. Es ist einfach klasse, viele alte Bekannte aus allen Ecken Deutschlands zu treffen, zu stricken, sich auszutauschen und einfach eine gute Zeit zu haben. Genauso schön ist es, neue Bekanntschaften zu machen.

Als Micha mich vom Flughafen abholte hab ich so viel erzählt, dass er mich nach einige Zeit fragte, ob ich denn überhaupt noch Luft bekommen :-) Tja, so ist das, wenn man so erfüllt von schönen Erlebnissen ist.

Ich freu mich schon auf die nächste Gelegenheit – momentan denke ich über das Wollfest im nächsten Jahr in Edinburgh nach – oder doch lieber Berlin?

Diverse Links:
Wollfest Hamburg (soweit ich informiert bin, wird das Wollfest in 2018 wieder stattfinden)
Bilum Etsy Shop
Dibadu Shop
Verstrickte Kunst
Fair Alpaka

Magische Kräuterbuschen binden

Kräuterbuschen

Schon seit etlichen Jahren binde ich jedes Jahr meinen Kräuterbuschen – begonnen hab ich damit, als ich zusammen mit einigen Freundinnen vor etlichen Jahren mal einen Kräuterkurs gemacht habe. Ich seh schon die Fragezeichen – Kräuterbuschen???? Ich bin sicher, dass der eine oder andere von euch noch nie was von diesem Brauch gehört hat. Deshalb erstmal eine kleine Einführung……

Am 15. August ist es so weit. Traditionsgemäß werden an diesem Tag – an Maria Himmelfahrt – die Kräuterbuschen gebunden und geweiht.

Allerdings ist dieser Brauch viel älter als die Christenheit. Kräuter waren für die Menschen schon immer fester Bestandteil des täglichen Lebens – ob als Nahrung oder als Heilmittel. Oft liest man in Büchern über Heilkundige, die schon lange Zeit bevor es Ärzte überhaupt gab, mit Kräutern heilten. Heilkräuter wurden vorchristlichen Göttern mit der Bitte um Schutz und als Dank dargebracht.

Mit Beginn der Christianisierung war die Kräuterkunde verpönt und als Teufelswerk verschrieen – das Binden von Kräuterbuschen war sogar verboten. Doch die Menschen benötigten die Heilkraft der Kräuter und die getrockneten Buschen als Hausapotheke – ganz besonders im Winter.

Es fand sich ein Kompromiss. Aus dem heidnischen Brauch wurde kurzerhand eine christliche Tradition. Das heidnische Fest Lughnasadh (oder auch Lammas), welches am 1. August gefeiert wird, wurde zu Maria Himmelfahrt am 15. August. Die Legende sagt, dass drei Tage nachdem die Gottesmutter gestorben war, die Apostel ihr leeres Grab vor fanden. Maria war mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden. Doch Ihr Grab verströmte die Düfte von Rosen, Lilien und Heilkräutern.

Besonders in katholischen Gegenden – vor allem in Bayern – werden an diesem Fest die Kräuterbuschen geweiht.

In der Zeit vom 15. August und den vier Wochen danach soll die Heilkraft der Kräuter am größten sein. Also habt ihr noch ausreichend Zeit.

Sieben bis neunundneunzig Kräuter gehören in einen Kräuterbuschen – das ist je nach Region verschieden. Es ist jedoch immer eine mystische Zahl:

  •   7 –  die Anzahl der Schöpfungstage
  •   9 –  die heilige Dreifaltigkeit – 3×3
  • 12 – die Zahl der Apostel
  • 24 – steht für die zwölf Stämme Israels und die zwölf Apostel – 2 x 12
  • 99 – die heilige Dreifaltigkeit – 33×3

 

Nun – ich hab mich meist an den ersten drei Zahlen orientiert – mir gefällt es, hier dem Brauchtum zu folgen. Zum Binden selbst gibt es die verschiedensten Anleitungen – ich hab euch am Ende dieses Beitrags noch einen Link, der das recht gut beschreibt.

So mach ich es:
In die Mitte des Buschens kommt eine Königskerze (auch Marienkerze genannt). Rund um diesen Buschen binde ich diverse Kräuter die mir entweder wichtig sind, deren Duft ich mag oder die mir einfach gefallen.

Traditionell wären das zum Beispiel neben der Königskerze (die übrigens Blitz und Donner abhalten soll), das Johanniskraut, Thymian, Salbei, Beifuß, Frauenmantel und Schafgarbe.

Als Symbol für Maria werden auch oft Rosen und Getreideähren mit in den Buschen gebunden – wobei zur Verschönerung auch andere Gartenblumen als Zierde eingebunden werden können.

Die einzelnen Pflanzen werden in absteigender Form zusammen gefügt. Ich achte darauf, dass er an einer Seite etwas flacher gebunden ist (also nicht rund, wie der typische Strauß), damit er sich gut an der Wand aufhängen läßt.

Dann den Strauß an einem trockenen Platz zum Trocknen aufhängen (2x das Wort trocken hintereinander – ts, ts, ts…..aber kennt ihr ein anderes Wort für trocken? Nicht naß?)

Kräuter sammeln

So ein Spaziergang Wald und Feld tut übrigens richtig gut – also mal raus aus dem Alltag und mit offenen Augen spazieren gehen, aufnehmen, was grünt und blüht und etwas schönes mit heim nehmen, an dem man lange Freude hat. Ich liebe es, wenn ich an meinem Buschen vorbei gehe es herrlich nach Kräutern duftet.

Kräuterbuschen
Bild: www.blumenschule-schongau.de – Kräuterbuschen

 

Wenn ihr diesmal nicht ausreichend Zeit für einen ausgiebigen Kräuterspaziergang habt, um einen Kräuterbuschen selbst zu binden, dann könnt ihr euch einen fertigen hier bestellen:
www.blumenschule-schongau.de

 

 

 

 

 

Weitere Links:
Noch mehr Tipps zum Binden findet ihr hier: http://www.zauber-pflanzen.de/kraeuterweihe.htm

Wer gerne mehr über Kräuter wissen möchte, für euch hab ich hier einige meiner Lieblingsbücher zusammen gestellt (einfach auf den Titel klicken – dann gibts noch mehr Infos):

Was blüht denn da ? Sicher nach Farben bestimmen

Heilkräuter und Zauberpflanzen zwischen Haustür und Gartentor. Eine Entdeckungsreise zum geheimen Wesen der Pflanzen

Und für die unter euch, die sich besonders für Brauchtum, Geschichte, magische Bedeutung etc. interessieren – euch empfehle ich das folgende Buch (allerdings – leider – ohne Bilder):
Enzyklopädie der magischen Kräuter –

 

Vielleicht hab ich euch ja nun Lust darauf gemacht, euch euren eigenen Buschen zu binden. Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir eure Buschen zeigt.

Viel Spaß beim Kräuterspaziergang und beim Buschen binden.

 

 

 

Trinkt ihr genug? Training ist alles!

Leckere Ideen für Wasser mit Aroma

Nein – ich meine nicht das Feierabendbier oder den Aperol Spritz, sondern schlicht und einfach: Wasser & Co.

Ich bin ja so gar kein „Trinker“. Wenn ich nicht aufpasse, trink ich nur meinen Frühstückskaffee, später nochmal eine Tasse Kaffee im Büro……und das war’s.

Gesund ist was anderes. Aber Durst ist mir im Alltag so gut wie fremd. Gut – manchmal merk ich schon, dass ich unkonzentriert werde und führe das auch folgerichtig auf mangelnde Flüssigkeitszufuhr zurück. Eigentlich sollte es ja gar nicht so weit kommen.

Deshalb: „Trinktraining“

Zum Einstieg ein paar Facts:
Der Körper braucht Wasser für den Stoffwechsel und damit für die Regulierung des Wasserhaushaltes. Da der menschliche Körper zu 50-70 % (hängt vom Alter ab) aus Wasser besteht, ist es eigentlich vollkommen logisch, dass es unsere Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass unser Körper genug Material bekommt – um a) leistungsfähig zu bleiben und b) gut auszusehen.

Bestimmt habt ihr (ich lass jetzt mal die jungen, knackigen unter euch außen vor – ihr kommt auch noch dahin) schon mal gemerkt, dass die Haut leicht schrumpelig wird oder die Fingernägel Rillen bekommen. Ja genau – das liegt daran, dass ihr zu wenig trinkt.

Doch die Frage die sich stellt ist immer wieder dieselbe: wieviel sollte ich den trinken? Die Faustregel liegt bei 1,5 – 2 l Wasser am Tag (Süße Getränke etc. zählen nicht dazu). In einer anderen Quelle hab ich gelesen, pro 25 kg Körpergewicht 1 Liter Wasser – nun, ich glaub, dann würden wir Übergewichtigen schlicht und einfach überlaufen (respektive nicht mehr zum arbeiten kommen, da wir ständig unterwegs in Richtung santiäre Anlagen wären).

Für mich als „Nichttrinker“ hab ich 2 l Wasser & Co. als das Non-Plus-Ultra festgelegt (ja – ich darf das. Ich darf festlegen, was mir gut tut!) Bei mir variiert das „Wasser“ je nach Jahreszeit – im Winter trink ich lieber Tee (darüber erzähl ich euch ein anderes Mal), im Sommer lieber stilles Wasser. Ich glaub, das muß man einfach für sich selbst raus finden. Jahrelang dachte ich, dass ich einfach kein Wasser mag – bis ich dahinter gekommen bin, dass es die Kohlensäure ist, die mir nicht „schmeckt“. Mit stillem Wasser komm ich prima zurecht. Aber auch hier gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Marken – das müßt ihr ausprobieren.

Am liebsten mag ich tatsächlich Leitungswasser – wir haben hier in Stuttgart aber auch wirklich gutes Wasser. Unterwegs trink ich gerne Contrex oder Vittel.

Ich hab mir angewöhnt, bereits morgens nach dem Aufstehen ein Glas Wasser zu trinken, noch während der Kaffee durchläuft – d.h. die ersten 0,2 l sind bereits geschafft. Bei mir klappt es am besten, wenn ich schon dabei bin, dass ich ein Glas auch wirklich leer trinke.

Im Büro – meiner Kollegin Christiane sei Dank – trink ich seit kurzem Ingwerwasser. Sprich Wasser mit einem kleinen Stück frischem Ingwer (ungefähr daumengroß, geschält, in Scheiben geschnitten) angesetzt. Geht einfach und schnell – dafür hab ich eine hübsche Flasche am Schreibtisch stehen, die ich jeden Morgen als erstes auffülle (hier bin ich voll das Mädchen – ich mag hübsche Sachen um mich und netten, praktischen Schnickschnack).

Morgens 7:00 Uhr – Büro:
Das hier ist meine Büroflasche (die ist übrigens handbemalt – hab ich mir von einem Künstlermarkt in der Provence mitgebracht):

Trinken im Büro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu Hause hab ich eine weitere Karaffe stehen, die ich sobald ich nach Hause komme auffülle und in Griffnähe bereit stelle.

Wobei ich echt darauf achte, dass ich abends nicht mehr gar so viel trinken muß – und es bei 1-2 Gläsern bleibt (die nächtlichen Wanderungen sind nicht so mein Ding).

Aromatisieren kann man das Wasser übrigens ganz toll mit:
– Zitronen-/Limonenscheiben
– frische Zitronenmelisse
– frische Pfefferminze
– frische Verbene
– diverse Früchte – z.B. Ananans
– Gurkenscheiben

oder ganz lecker in diesen Mischungen:
– Gurke, Zitrone, Zitronenmelisse
– Zitrone, Minze, Erdbeeren/Himbeeren
– Ingwerscheiben, Orangenscheibe
– Kumquatscheiben, Himbeeren, Rosmarin
– Gurke, Limone, Minze
– Orange, Granatapfelkerne

Tipps – um die „Trinkmotivation“ zu verbessern (man vergißt es doch zu schnell)

– morgens nach dem Aufstehen das erste Glas
– vor dem Mittag- und Abendessen je ein Glas
– große Gläser verwenden (ich hab welche mit 0,4/0,5 l) – möglichst auf 1-2x leer trinken
– Karaffe/Flasche immer in Sichtweite
– Stündlich eine Erinnerung in Outlook/Handy einstellen und ein Glas trinken
– App mit Trinkerinnerung: z.B. Hydro Wasser trinken
– http://www.mineralquellen.de/lifestyle/erinnerer.php – hier könnt ihr euch einen Trinkerinnerer
sowohl für Windows als auch für Mac OS X herunterladen

Es gibt übrigens auch Trinkarmbänder, die an das Trinken erinnern – aber ich persönlich bevorzuge doch eine Uhr :-)

Ihr solltet auch immer eine kleine Wasserflasche für unterwegs in der Handtasche haben  – gerade bei Sommerwetter ein „must-have“.

Also – auf geht’s: Glas holen, Wasser einschenken und runter damit. Und wenn ihr mal so gar keine Lust auf trinken habt – denkt an den Spruch: Ja mei – wenn’s schee macht :-)

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